Bildung und HighTech
Schulen stehen heutzutage vor vielen Herausforderungen, Digitalisierung ist eine davon. Offline Prozesse etwa die Verwendung von Papier als Medium können durch Hard- und Software abgelöst werden. Bei der Auswahl der technischen Einrichtung ist Sorgfalt oberstes Gebot, die Auswahl sollte gemeinsam mit einem versierten Kenner der Technikszene erfolgen. Besonders wichtig ist das Aufzeigen von unterschiedlichen Möglichkeiten. Die Fixierung auf das Übliche, das Bekannte ist nicht der beste Weg.
Neue Formen des Unterrichts
Neue Technologien, Computer und Internet, sind aus dem Unterricht nicht mehr wegzudenken. Aufgaben werden heutzutage anders gelöst, etwa durch Internet Recherchen. Texte und Bilder können mit KI Hilfe erstellt werden. Schulen müssen die neuen technischen Möglichkeiten im Unterricht verwenden, um Kindern verantwortungsvollen Umgang mit Computern und Software zu vermitteln. Neue Technologien wie 3D Drucker, Roboter, KI, Low Code, Automatisierungssoftware, Grafik Tools und Übersetzungsprogramme sind interessante Möglichkeiten. Die Verwendung von KI ist zudem ethisch eine Herausforderung.
Die Verwendung von Applikationen zur Lösung von Aufgaben und Umsetzung von Projekten sind wesentlicher Bestandteil des Unterrichts und ergänzen das klassische Angebot. Besonderes Thema sind Soziale Medien und die teils erschreckende Verwendung.
Kosten
Für den Unterricht wird heutzutage Hard- und Software, eine komplette Infrastruktur benötigt. Eltern werden angehalten Notebooks mit spezieller Ausstattung für die Kinder zu besorgen. Manche Eltern können sich das nur schwer oder gar nicht leisten. Ich weiß von einer Mutter, die an ihrem Arbeitsplatz gefragt hat, ob jemand ein älteres Notebook gratis abgeben könnte, weil sie dafür kein Geld hat. Es wird also darauf nicht Rücksicht genommen. Die Schulen stellen – sofern möglich – die Infrastruktur wie WLAN, Server und Präsentationsdisplays zur Verfügung, teils auch Tablets. Auch günstige Hardware verursacht in Summe hohe Kosten.
Fast immer wird verbreitete Software angekauft, die jeder seit vielen Jahren kennt … und hohe Lizenzkosten verursacht. Schulen haben jedoch ein begrenztes Budget. Dieses Budget muss für die Digitalisierung und alles andere reichen. Schulbehörden kaufen wie große Organisationen üblich en gros ein. Die zugehörigen Verträge mit den großen Software Herstellern haben langjährige Laufzeiten, dafür gibts Rabatt. Die meisten IT Administratoren sind diese gängigen Systeme gewohnt, wollen sich nicht umstellen. Die Verwendung dieser Software hat natürlich auch Marketinggründe. Schüler kennen diese Software durch den Unterricht und präferieren sie später berufich und privat.
Damit erscheint ein Umstieg aufwendig und unbeliebt. Die aktuelle Situation hat nun eine Besonderheit: Windows 11 hat sehr hohe Hardwareanforderungen. Gerade bei bestehendem, etwas in die Jahre gekommenem Gerätepool kann es bei einem Upgrade zu erheblichen Mehrkosten kommen. Viele Notebooks, die ein paar Jahre alt sind und eine eher einfache, günstige Ausstattung haben, sind für Windows 11 nicht geeignet. Damit sollten Schulbehörden trotz allem auch andere, kostengünstige Lösungen in Betracht ziehen, bei denen keine neue Hardware gekauft werden muss. Auch gilt es das aktuelle Staatsbudget in Betracht zu ziehen, das in vielen Bereichen schmerzvolle Einsparungen mit sich bringt.
Schulen könnten alternative Software Systeme im Unterricht verwenden, um Kosten zu sparen. Schüler bekommen dabei die Möglichkeit auszuwählen, Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Software Tools in Betracht zu ziehen. Zahlreiche Open Source Lösungen stehen für genau diese Zwecke zur Verfügung.

Alternativen
Durch den Einsatz vom Betriebssystem Linux können viele ältere Geräte weiterverwendet werden. Ein teures Upgrade und der damit oft verbundene Ankauf von Neugeräten kann so vermieden werden. Lizenzkosten fallen damit vollkommen weg. Das oft knappe Schulbudget kann so effektiver eingesetzt werden.
Der Umstieg ist leichter als manche sich vorstellen. Linux lässt sich sehr einfach und schnell auf jedem Laptop installieren. Es gibt Linux Distributionen, die eine stark Windows ähnliche Oberfläche bieten. Damit ist der Aufwand für die Umgewöhnung minimal. Linux Rechner lassen sich auch leicht in ein Netzwerk integrieren, auch wenn es Windows basiert ist. Linux kann auch als Server System verwendet werden.
Linux Software gibt es für jeden Anwendungsbereich, von der Textverarbeitung bis zur Meeting Software, vom Grafik Tool bis zum ERP System. Die meiste Windows Software kann auch auf Linux Systemen ausgeführt werden. Es gibt zahlreiche selbstständige Linux Berater genau wie spezialiserte IT Firmen, die für die Umstellung benötigten Dienstleistungen bieten.
Die Entscheidung für Open Source Software ist nachhaltig und spart viel Geld. Linux selbst kann als Experimentierkasten, als Lernplatform betrachtet werden. Die Software ist hochstabil, wird laufend umfassend getestet. Es gibt keine Probleme mit Updates. Linux Systeme sind praktisch nie Ziel von Hackerattacken, von Viren und Trojanern und können mit wenig Aufwand effizient abgesichert werden. Damit sind sie gerade für öffentiche Einrichtungen die beste Wahl. Dass bis dato keine Fortschritte in diese Richtung erkennbar sind, hat seine Gründe, die ich teils bereits erörtert habe. Es gibt dafür auch afaik keine Förderungen, keine politischen Programme.
IT Administration
Im Vergleich zu anderen Server Systemen sind Linux Systeme leicht zu warten. Rechtevergabe ist auch in großen Organisationen durch entsprechende Tools möglich. Die meisten IT Beraterfirmen und IT Administratoren sind überweigend auf Produkte der großen Software Hersteller eingeschworen, etwa Microsoft, Oracle, SAP und dgl. Sollte ein Umstieg in Erwägung gezogen werden, auch nur teilweise, kann dieser Umstand eine Herausforderung sein.
Nachhaltigkeit
Eltern können hierbei Einfluß nehmen und Schulen zu nachhaltigen Entscheidungen ermuntern. Das Beschäftigung mit Open Source Software ist eine Bereicherung für jedes Kind und ist im besten Sinne demokratisch. Die Software ist frei verfügbar, der Code ist offen zugänglich und kann von jedem weiter entwickelt werden. Es gibt keine Geheimnisse, keine versteckten, unerwünschten Funktionen, keine versteckten Kosten. Für Eltern ist Open Source Software, im Speziellen Linux, von besonderem Interesse: Die Kinder sind an einem Linux Rechner besser geschützt.
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